mein Tagebuch - was gehört (noch) zu mir?

Liebes Tagebuch,

gerade mache ich mir Gedanken, WAS und WER eigentlich noch zu mir gehört.

Den Gedankenanstoß gab mir ein so einfacher Satz

"lass los, was dir nicht gut tut!"

Ein Satz, bei dem wir dazu neigen mit "ja klar, ist ja richtig" zu antworten, dessen Umsetzung aber wohl kaum jemand zu 100% durchführt.

Ich möchte heute gern einmal hinter diesen Satz schauen. Was genau bedeutet er eigentlich und welche Handlungen zieht der Wunsch der Umsetzung wirklich nach sich?

Zum einen geht es darum sich bewusst zu machen, was mir eigentlich richtig gut tut. Das ist mit Sicherheit der leichteste Teil der Übung. Nicht minder wichtig, denn er fühlt sich schön an und lässt mich z.B. eine große Dankbarkeit empfinden.

Es gibt wunderbare Menschen, die an meiner Seite stehen und zwar wirklich in guten, wie in schlechten Zeiten. Es gibt Dinge, die mir Freude machen und meine Lebensqualität erhöhen, usw. Sich das noch einmal richtig bewusst zu machen tut gut.

ALL DIES sind Dinge, die aktuell und auch weiterhin zu mir gehören!

Es gibt aber eben auch noch die andere Seite. Und da wird's etwas dunkler...

"LASS LOS, was dir nicht gut tut!"...

Wenn ich etwas loslasse bedeutet das ja, dass es aktuell in meinem Leben sein muss.

Im Klartext: ich tue und akzeptiere gerade Dinge in meinem Leben, die mir nicht gut tun...autsch...

Im nächsten Schritt wird dann natürlich klar, dass es nicht nur im "Dinge" geht, sondern dass hier auch Menschen gemeint sind.

"Lass los, WER dir nicht gut tut!" bringt dann da noch einmal eine ganz andere Würze hinein.

Zum einen scheint es also Menschen zu geben, die mir nicht gut tun und trotzdem einen Platz in meinem Leben haben; zum anderen sollen die jetzt weg :-O

Nun stelle ich das erste Mal fest, was wirklich für eine Kraft hinter einem solchen Satz stecken kann, wenn ich ihn mir mal richtig vor Augen führe...

Und nun ist der Schritt in die Umsetzung mal gar nicht so leicht...

Fangen wir mal mit "den Dingen" an, die mir nicht gut tun. Was soll das eigentlich sein?

Ich denke nach...

Das größte Potenzial bieten hier Hobbys, Aufgaben und "Tätigkeiten", die ich einfach aus einem bestimmten Zweck tue, die ich "schon immer" so mache oder die mir einfach noch gut tun SOLLTEN...

Es ist an der Zeit, diese Dinge zu identifizieren! Sie rauben Kraft und Energie...

Woran können wir sie erkennen?

Wir freuen uns nicht mehr wirklich drauf, sie werden zur Pflicht, sie machen uns unruhig, verursachen Stress oder gar Bauchweh...

Das gute Gefühl kommt nicht mehr BEI der Tätigkeit, sondern DANACH, weil wir es "hinter uns" haben...

Ich bin gerade dabei nach und nach diese Dinge loszulassen. Es ist schwierig und tut weh...aber es ist richtig...zumindest hier und jetzt...

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, wie sich die Aufgabe nun darstellt, wenn wir uns den Menschen zuwenden.

Ich betone noch mal, dass es hier nicht um Menschen geht, die wir ohnehin nicht leiden können, wie eine blöde Kollegin oder einen ätzenden Nachbarn.

Es geht um mehr...

Es sind die Menschen gemeint, die sich in unserem Umfeld befinden. Es können gute Bekannte sein, vielleicht sind es Freunde oder sogar Familie. Eventuell ist es sogar die Partnerin oder der Partner...puhhh, das geht's an Eingemachte...

Wie können mir denn nun aber Personen nicht gut tun, die ich permanent um mich habe? Ich würde mir solche Personen niemals aussuchen...oder doch?

Täglich geschieht Entwicklung...mit uns und mit den Menschen um uns herum.

Es gibt die Menschen, die sich weiterentwickeln.

Es gibt die Menschen, die stehenbleiben, weil sie nicht weiter können oder wollen.

Es gibt die Menschen, die sich zurück entwickeln, weil sie sich ihrer Wahrheit nicht stellen wollen.

Wenn wir uns eine Straße vorstellen sind wir vielleicht irgendwann alle einmal gleichzeitig losgefahren. Zwar in unterschiedlichen Autos aber im gleichen Tempo. Wir fuhren nebeneinander her.

Nun kommt die Entwicklung...der eine tritt auf Vollgas, der andere beschleunigt nur langsam, der nächste bleibt stehen und wieder ein anderer dreht um.

Natürlich können wir entscheiden, selbst vom Gas zu geben um zu warten, etwas mehr Tempo zu machen, um dem anderen noch hinterher zu kommen, usw.

Eines wird hier aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren: dass wir glücklich werden...

Wir haben selbstverständlich die Möglichkeit, dem anderen zum Tanken zu animieren, ihn von einem anderen Weg zu überzeugen. Manchmal klappt das auch und wir können dem anderen eine wertvolle Hilfe sein oder er auch uns.

Es gibt aber eben auch die andere Seite. Die Wege trennen sich, obwohl dies vielleicht nicht so bestimmt war, jedoch haben wir alle unseren freien Willen unser Leben zu gestalten und diesen wird uns niemand nehmen.

Dies zu akzeptieren fällt oft schwer aber du spürst es, wenn Gespräche unmöglich werden, wenn Kontakte nichts mehr bringen und wenn du das Gefühl hast, dass der Mensch auf einmal ein anderer ist.

Diese Erkenntnis kann leicht und friedvoll sein, oftmals bringt sie aber Schmerz mit sich...

Einen Menschen loszulassen, den man eigentlich "behalten" will, ist hart...

Noch härter ist es aber, sein eigenes Unglück in Kauf zu nehmen...das darf niemals eine Option sein!

Und so schließt sich der Kreis zu der Frage "wer oder was tut mir eigentlich (noch) gut?".

Die Erkenntnisse, die ich hier persönlich erlange, sind hart, schmerzhaft und teilweise wirklich so verdammt bedauerlich.

Sie sind aber auch eins: verdammt KLAR & DEUTLICH.

Und wenn etwas klar und deutlich ist, haben wir eine Aufgabe.

Ich lasse los....jetzt!

Danke für deine Zeit

dein Dirk

8 Kommentare

  • Hallo Dirk
    Als erste möchte ich mich bei dir bedanken für deine Gedanken und Unbezahlbare Vorschläge...
    Ich stimme dir zu in jedem Hinsicht.
    Liebe ein mal ,so schwer wie es fehlt den Strich zu ziehen als die positive Energie für Erge und krübel verswenden..
    Denn jeder Tag ist ein neuer unsere Anfang,Glück und Erfolg..
    Danke,das es dich gibt
    Bozena
  • Hey Bozena,

    ganz lieben Dank für deine lieben Worte!

    LG
    Dirk
  • Hallo Dirk,
    wie recht du hast. Doch ich weiß von mir, dass ich lieber das Altgewohnte hinnehme bevor ich eine Veränderung vornehme. Wie oft habe ich mir schon gesagt, dass ich loslassen sollte. Es ist nicht einfach und schneller gesagt als getan.
    LG Angela
  • Hey Angela,

    eigentlich ist es oft einfacher als wir denken. Uns steht nur das Ego und die eigenen Komfortzone im Weg. Hier sind wir wieder mal bei der Frage "wie wichtig bin ich mir selbst?".

    LG
    Dirk
  • Ich denke, Du hast vollkommen recht, aber es ist sehr schwer aus manchen "Routinen" egal ob Hobby oder "Freund" auszusteigen. Dieser Text hat mich sehr berührt, da ich just an solch einem Punkt angekommen bin.
  • Stimme dir voll zu
  • Hey Gaby,

    ja, wir müssen diesen Entschluss aus vollem Herzen treffen!
    Ich wünsche dir, dass du die für dich richtigen Entscheidungen triffst!

    LG
    Dirk

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