Zucker und Fett sind nicht nett

Wenn du meinen letzten Blog-Artikel gelesen hast, wirst du dich vielleicht noch an die Hausaufgabe erinnern, die ich dir gegeben habe: Tagebuch darüber zu führen, welche Lebensmittel aus kalorischer Sicht gut für dich und welche eher nicht ganz so dolle sind.

Hast du es geschafft, nachzuschauen, wie viele Kalorien die Lebensmittel haben, die du zu dir genommen hast?

Welche Erkenntnisse sind dabei ans Tageslicht gekommen?

Welche Lebensmittel sind nicht gut für deine Abnahme, bei denen du gar nicht damit gerechnet hast?

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Manche Witze sind so schlecht, dass man sie sich einfach merken muss und darauf habe ich auch beim Titel dieses Blogartikels gesetzt.

In diesem soll es heute darum gehen, woran du Lebensmittel erkennst, die sich negativ auf deine Abnahme auswirken, bevor sie auf deinen Teller oder sogar in deinen Einkaufskorb wandern und nicht erst im Nachhinein.

Es ist ganz normal, dass man hin und wieder auf solche Lebensmittel reinfällt. Deshalb habe ich dir die Methode mit dem Tagebuch-Führen im letzten Artikel vorgestellt.

Heute lernen wir, wie wir im Voraus solche Lebensmittel entlarven.

Variante A

Es gibt die Art von Lebensmitteln, bei denen du bereits weißt, dass sie nicht so gut für dich sind, aber dennoch unterschätzt, wie schädlich sie tatsächlich für deinen Abnahmeerfolg sind.

Auch mir ging es damals lange so, dass ich der Überzeugung war, eigentlich gar nicht so viel falsch zu machen und mir einredete, dass ich einfach einen schlechten Stoffwechsel hätte.

Als ich dann anfing, die Pizza in meiner App einzugeben, die ich dreimal wöchentlich zu mir genommen habe, wurde mir erst bewusst, warum es mit dem Abnehmen gar nicht klappen konnte, da nur eine davon meinen Kalorienbedarf von zwei oder zumindest einem Tag komplett gedeckt hatte.

Allein dafür ist es sehr hilfreich, dir ein Bild davon zu machen, ob du es mit einem Lebensmittel zu tun hast, das sich gut in deinen Tag oder deine Woche einplanen lässt oder eben auch nicht.

Generell ist es eine gute Sache, Lebensmittel einfach richtig einzuplanen, anstatt dauerhaft auf sie zu verzichten.
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Variante B

Die zweite Art sind die Lebensmittel, die man nicht so schnell entlarven kann und hier kann ich sehr schön an den Titel dieses Artikels anknüpfen, denn es gibt in Deutschland zwei "Hauptverantwortliche" für Übergewicht: Zucker und Fett.

Im Laufe der letzten Jahre konnten wir beobachten, dass die Deutschen viel mehr Zucker und Fett zu sich nehmen. Unser durchschnittlicher Verbrauch hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht.

Das liegt einerseits daran, dass wir immer mehr und vielfältigere (neue) Angebote bekommen und die Zeiten stressiger geworden sind, weshalb wir mit Essen diesen Stress kompensieren lernten. Andererseits werden Zucker und Fett in enorm vielen Lebensmitteln versteckt, in denen sie eigentlich "nichts verloren" haben. 

Mein Lieblingsbeispiel:

Du stehst im Supermarkt und siehst diesen leckeren Erdbeerjoghurt, auf dem vorne riesig drauf steht 0,1% Fett. Den kannst du doch guten Gewissens essen, oder? Zum Spaß siehst du mal in deiner App nach, was da eigentlich so drinsteckt und fällst direkt hinten über.

Warum? Am Fettgehalt liegt es nicht, denn das, was da vorne draufsteht, stimmt. Aber es ist einfach eine extreme Zuckerbombe!

Das ist logisch, denn du kannst dich immer fragen, woher der Geschmack in diesem Produkt kommt. Dieser kommt definitiv nicht von den frischen Erdbeeren im Erdbeerjoghurt, denn die gibt es dort nicht, sondern vom Zucker.

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Bei diesen Begriffen ist Vorsicht geboten

Das Gleiche gilt für nicht geschützte Begriffe wie „light“, „weniger fett“, „zuckerreduziert“, „kalorienreduziert“ – Diese Begriffe haben null Aussagekraft. Weniger Zucker bedeutet auf gut Deutsch einfach nur, dass dieses Produkt im Vergleich zu ähnlichen Produkten dieser Kategorie weniger Zucker haben muss. Wie viel weniger wissen wir nicht. Und weniger von viel kann immer noch viel zu viel sein.

Dann gibt es noch Begriffe, die Gesundheit und Schlanksein suggerieren, wie „Balance“ oder „Wellness“ oder „Gemüse-“, die aber noch lange nicht bedeuten, dass das Produkt tatsächlich gesund ist. Ein in Fett gebadeter Gemüsechip ist genauso kalorienreich wie ein normaler Chip.

Wenn du Light Chips mit normalen Chips vergleichst, wirst du sehen, dass es da kaum einen Unterschied gibt.

"Alternativ-Produkte"?

Es gibt eine Reihe von tollen Alternativ-Produkten und Hersteller, die meine #abspeckcommunity gezielt mit eigenen Rabatten untersützen.

Schau dir doch mal die Übersicht dazu an.

Was kannst du jetzt konkret tun?

Das Schöne ist, es gibt eine Kennzeichnungspflicht in Deutschland, du kannst also immer das Produkt umdrehen und die Angaben ansehen, auf die es ankommt: Kalorien, Fett, Zucker. Beim Beispiel "fettarmer Erdbeerjoghurt" wäre der Fettgehalt zwar niedrig, Zucker und Kalorien verglichen mit deinem Tagesbedarf allerdings eher hoch. Es ist ja "hinten drauf" auch nicht vom ganzen Becher die Rede, sondern nur von 100g. Da lässt sich dann immer ganz gut ausrechnen, wie viel Zucker tatsächlich im Produkt ist. 1g Zucker auf 100g ist z.B. wenig, bei 50g würde es bedeuten, dass das Produkt zur Hälfte aus Zucker besteht.

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Getarnte Zutaten

Es lohnt sich auch immer, einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen, auch wenn gerade die, auf die es ankommt, häufig gut versteckt sind. Gerade Zucker wird zum Beispiel gerne durch Begriffe getarnt, die entweder mit –ose oder mit –sirup enden. Also dort genau hingucken, worum es sich bei den Zutaten tatsächlich handelt.

Achte einfach schon beim nächsten Einkauf auf die Nährwerttabelle und lass die Lebensmittel im Supermarkt, die du zu Hause nicht gebrauchen kannst. 

Vermeide unbewusste Fehlkäufe.

Zwei Möglichkeiten für die Enttarnung

Entweder du nutzt z.B. die WW (ehm. Weight Watchers) App – Dort siehst du deinen Bedarf an Punkten, die du nutzen kannst, um abzunehmen. Wenn du z.B. Punktzahl „xy“ am Tag essen darfst, kannst du einfach ein Produkt scannen und siehst direkt, wie viele Punkte das Produkt hat. Wenn es bereits die Hälfte deines Budgets einnimmt, ist es vielleicht nicht die richtige Entscheidung. Wenn du z.B. vor einer Sahnetorte stehst und diese eingibst, dann wirst du sehen, dass diese die Punktzahl von drei Tagen beinhaltet.

Wenn du die WW App nicht nutzt, sondern einen "herkömmlichen" Kalorienzähler, dann kannst du erstmal deinen kalorischen Tagesbedarf ermitteln und hast eine Hausnummer, wie viele Kalorien du pro Tag benutzen darfst. Hier eignen sich z.B. Yazio oder myfitnesspal Wenn du z.B. am Tag 2.000 Kalorien zu dir nehmen darfst und der Joghurt in deiner Hand bereits 1.000 hat, dann kannst du ihn schon gut einschätzen.

Im Laufe der Zeit wird es dir viel leichter fallen, Lebensmittel einschätzen zu können. Logisch, am Anfang dauert es erstmal etwas, um reinzukommen, aber es wird schnell zur Routine und es ist ein sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zu deinem Wunschgewicht.

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Fazit

Zucker und Fett sind nicht nett! Sie sind Hauptverursacher von Übergewicht in Deutschland, doch du wirst sie immer finden können, wenn du dir die Rückseiten der Lebensmittel durchliest und die Werte einschätzen kannst. Ermittle die dort enthaltene Energie und vergleiche sie mit den Lebensmitteln, die du in den Einkaufskorb legst. So bekommst du ein gutes Gespür dafür.

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Es geht nicht darum, auf alles zu verzichten, was du mal gerne gegessen hast, sondern es geht um die Ernährungsumstellung – also solche Dinge weniger zu essen oder durch andere Produkte auszutauschen.

Gib mir zu diesem Artikel gerne dein Feedback und schreibe in die Kommentare, welche Lebensmittel du bereits enttarnen konntest. Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse du bereits hattest.

Bis zum nächsten Mal!

Dein Dirk

Dein virtueller Abspeck-Coach
von www.abspecken-kann-jeder.de

4 Kommentare

  • Lieber Dirk,
    Zucker und Fett sind nicht nett, aber....!

    Ich denke, dass es wichtig ist, den Blick für versteckte und unnötige (ungesunde) Fette und Zucker zu schulen und bewusst einzukaufen.
    Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, dass viele generell eine Angst vor allem vor Fett haben und versuchen, diese gänzlich zu vermeiden. Dabei sind ja gesunde Fette in Massen wichtig, vor allem auch für Frauen. Also 2-3 TL Öl pro Tag, ein paar Nüsse, ab und an mal Avocado, wer mag...
    Das nur als Ergänzung. Die bewusste, gesunde Wahl und die Balance macht es aus, wie bei so vielem. :-)
  • Hey Sandra,

    vielen Dank für dein Feedback.

    LG Dirk
  • Danke, Dirk.
    Es hat mir noch einmal in Erinnerung gerufen, genauer hinzuschauen.
    Ich habe mich vor 2 Wochen auf meinen Weg gemacht und der Start verlief auch dank deines Buches und Podcast sehr gut. Ich bin sehr zufrieden und fühle schon jetzt, dass ich fitter und ausdauernder werde. Das ist ein tolles Gefühl.
    Einen schönen Sonntag und herzliche Grüße Martina.
  • Hey Martina,

    wow, das klingt richtig schön! Und ich freue mich total, dass dir mein Buch & der Podcast gefallen :-)

    LG Dirk

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Dirk Diefenbach ist Abnehm-Coach, Podcaster, Autor und Fachmann für Ernährungs- und Gewichtsmanagement.

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